Wie viel „ICH“ darf sein?
… zwischen Selbstfürsorge & Egoismus
Was passiert in dir, wenn du den Satz hörst: „Ich nehme mir jetzt Zeit für mich“
Zieht es sich kurz zusammen?
Wird dir warm ums Herz?
Oder meldet sich sofort das schlechte Gewissen?
Für viele Frauen, besonders in der Lebensmitte, ist das keine harmlose Aussage. Es ist ein innerer Konflikt.
Einerseits ist da dieses starke Bedürfnis, endlich besser für sich selbst zu sorgen.Andererseits ist da diese Frage:
Bin ich jetzt egoistisch?
Was ist also Selbstfürsorge? Und wo beginnt Egoismus?
Gibt es da eine klare Grenze? Oder ist es an der Zeit, diese beiden Begriffe neu zu betrachten?
Was bedeutet Selbstfürsorge?
Ganz sachlich, laut Duden, ist Selbstfürsorge
das Bemühen um das eigene körperliche und seelische Wohl.
Das klingt zunächst beruhigend. Doch fühlen sich viele Frauen dabei nicht wohl.
Weil Selbstfürsorge häufig mit Egoismus gleichgesetzt oder verwechselt wird.
Was bedeutet Egoismus?
Auch hier hilft der Blick in den Duden.
Egoismus ist eine Haltung, die gekennzeichnet ist durch das Streben nach Vorteilen für die eigene Person, ohne Rücksicht auf die Ansprüche anderer.
Das bedeutet:
Egoismus fragt nicht, ob es anderen gut damit geht.
Egoismus will sichern, schützen, durchsetzen.
Ohne Rücksicht.
Das ist nicht dasselbe wie Selbstfürsorge.
Die vielen Seiten der Selbstfürsorge:
Selbstfürsorge ist kein Wellness-Wort.
Sie ist nicht der Bonus nach einem erfolgreichen Tag.
Sie ist kein Ausgleich für zu viel Verantwortung.
Selbstfürsorge ist eine Haltung. Eine Form von Beziehung zu dir selbst.
Psychologisch betrachtet hilft Selbstfürsorge, das Nervensystem zu beruhigen.
Sie schützt vor Überlastung. Sie stärkt die innere Stabilität und langfristig auch Beziehungen.
Philosophisch betrachtet ist Selbstfürsorge kein Rückzug von der Welt, sondern eine Voraussetzung, um in ihr handlungsfähig zu bleiben. Die alten Griechen formulierten es mit: Erkenne dich selbst.
Oder wie Michel Foucault (französischer Philosoph) formulierte: Sorge dich um dich, damit du frei bist, dich um andere zu kümmern.
Spirituell betrachtet ist Selbstfürsorge ein Zurückfinden zur eigenen inneren Ausrichtung.
Ein Innehalten. Ein bewusstes Ja zu dir selbst.
Körperlich betrachtet wird Selbstfürsorge in den Wechseljahren zur zentralen Ressource. Wenn Schlaf, Stimmung und Leistungsfähigkeit schwanken, ist Selbstfürsorge kein Extra. Sie ist das Fundament.
Und wo liegt nun die Grenze?
Vielleicht so:
Egoismus trennt.
Selbstfürsorge verbindet.
Egoismus sagt:
Ich zuerst, egal was es bei dir auslöst.
Selbstfürsorge sagt:
Ich auch. Und deshalb kann ich klar und verantwortlich handeln.
Ein Merksatz, der das gut auf den Punkt bringt:
Selbstfürsorge heißt nicht: Ich zuerst.
Selbstfürsorge heißt: Ich auch.
Warum wir trotzdem oft ein schlechtes Gewissen haben
Weil viele von uns mit bestimmten Bildern aufgewachsen sind:
Gute Frauen funktionieren.
Gute Mütter stellen sich zurück.
Gute Führungskräfte halten durch.
Diese Bilder sind verankert. Auch dann, wenn sich der Körper längst meldet.
Gerade in der Lebensmitte, wenn hormonelle, emotionale und berufliche Veränderungen zusammenkommen,
braucht es etwas anderes:
Einen neuen Blick auf sich selbst. Und die Erlaubnis, gut für sich zu sorgen, ohne Schuldgefühle.
Drei alltagstaugliche Ideen für mehr Selbstfürsorge
- Sag dir öfter: Ich auch.
Als Erinnerung, dass deine Bedürfnisse zählen. - Trag deine Bedürfnisse in den Kalender ein.
Behandle sie wie einen wichtigen Termin.
Und verschiebe sie nicht als Erstes. - Beobachte deine Gedanken, aber glaub ihnen nicht alles.
Wenn du denkst: Dafür habe ich jetzt keine Zeit,
frag dich: Was kostet es mich, wenn ich es nicht tue?
Selbstfürsorge ist kein Egoismus. Sie ist Klarheit.
Sie stabilisiert.
Sie schafft Orientierung.
Nicht gegen andere, sondern aus einer klaren Beziehung zu dir selbst.
Gerade in den Wechseljahren ist es wichtig, sich selbst neu zu begegnen.
Ehrlich. Klar. Liebevoll.
Denn eines ist sicher:
Eine Frau, die bei sich ist, wirkt.
Nicht, weil sie perfekt ist. Sondern weil sie innerlich sortiert ist.
Zum Schluss
Du kannst nicht dauerhaft leisten, wenn du dich selbst dabei verbrauchst.
Du bist kein Mittel zum Zweck.
Nicht für andere. Und auch nicht für deine To-do-Liste.
Selbstfürsorge ist kein Egoismus.
Sie ist Klarheit.
Vielleicht ist heute ein guter Tag,
dir selbst ein Stück mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Gerade dann, wenn alte Muster hochkommen.
Wenn Gefühle schwanken.
Wenn du dich zeitweise fremd fühlst im eigenen Leben.
Dann kann es entlastend sein, nicht allein damit zu bleiben.
Genau hier setze ich mit meinem Coaching an.
Ich begleite Frauen dabei, mentale Triggerpunkte zu erkennen,
die immer wieder in alte Verhaltensmuster führen und diese nachhaltig zu lösen.
Durch Zuhören, gezielte Fragen und, wenn es passt, durch Hypnose.
Nicht als schnelle Lösung. Sondern als strukturierter Weg zurück zu dir selbst.
Möchtest du herausfinden, wie das konkret für dich aussehen kann?
Dann lade ich dich zu einem kostenlosen Erstgespräch ein.
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