Wenn zwei Pubertäten im selben Haus wohnen.
Pubertät und Wechseljahre.
Über diese beiden Lebensphasen sprechen wir selten zusammen. Dabei haben sie erstaunlich viel miteinander zu tun.
Und ehrlich… Viele Situationen im Alltag würden plötzlich viel verständlicher werden, wenn wir diese Verbindung sehen würden.
Wenn zwei Pubertäten im selben Haus wohnen
Stell dir einen ganz normalen Morgen vor.
Du stehst in der Küche.
Vielleicht noch etwas müde. Der Kopf schon bei den Aufgaben des Tages.
Deine Tochter kommt herein.
Die Stimmung ist angespannt. Irgendetwas liegt in der Luft.
Du sagst vielleicht ganz beiläufig: „Na, schon die Schultasche gepackt?“
Deine Tochter schaut dich genervt an. „Mama, ich weiß selbst, was ich machen muss.“
Du merkst sofort, wie dich das trifft. „Ich wollte nur fragen.“
„Du musst mich nicht ständig kontrollieren!“
Oder vielleicht ist es ein anderer Morgen.
Du sagst: „Na, verschlafen? Jetzt musst du dich aber beeilen.“
Deine Tochter verdreht die Augen. „Mama, hör doch auf, mich so zu stressen.“
Plötzlich steht ihr euch gegenüber.
- beide genervt
- beide verletzt
- beide mit dem Gefühl, nicht verstanden zu werden
Du denkst vielleicht: Warum reagiert sie so über?
Gleichzeitig merkst du: Warum trifft mich das gerade so sehr?
Frauen sitzen mir im Coaching genau mit solchen Situationen gegenüber. Häufig sagen sie:
„Früher hätten wir darüber gelacht. Heute eskaliert es sofort.“
Was viele nicht wissen. In solchen Momenten begegnen sich oft zwei hormonelle Umbruchphasen.
Die erste Pubertät.
Und die zweite Pubertät.
Ja die Wechseljahre sind die zweite Pubertät. Die Parallelen sind ziemlich verblüffend.
Was gerade in deinem Körper passiert
In der Pubertät beginnt der Körper eines Mädchens, Sexualhormone zu produzieren. Das hormonelle System fährt hoch und neue Rhythmen entstehen.
In den Wechseljahren passiert das Gegenteil. Die Hormonproduktion verändert sich und fährt Schritt für Schritt herunter.
Doch im Gehirn zeigt sich eine interessante Parallele.
Hormone wirken direkt auf zentrale Prozesse:
- Gedächtnis
- Konzentration
- Emotionen
- Schlaf
- Stressverarbeitung
Wenn sich diese hormonellen Systeme verändern, reagiert auch das Nervensystem.
Deshalb tauchen in beiden Lebensphasen ähnliche Erfahrungen auf.
Vielleicht erkennst du dich in einigen davon wieder.
- Du bist schneller gereizt als früher
- Du reagierst emotionaler
- Du bist dünnhäutiger
- Du suchst manchmal nach einem Wort und es fällt dir nicht ein oder liest einen Absatz dreimal
- Und manchmal sitzt du da und denkst leise: Was ist eigentlich mit mir los?
Immer mal wieder bekomme ich gesagt: „Ich erkenne mich gerade selbst nicht wieder.“
Auch Jugendliche spüren häufig genau dieses Gefühl oder haben genau diesen Gedanken.
Dein Gehirn sortiert sich gerade neu
In beiden Lebensphasen passiert im Gehirn eine große Neuorganisation.
Während der Pubertät werden viele neuronale Verbindungen umgebaut. Das Gehirn sortiert sich neu.
Auch in den Wechseljahren verändert sich durch hormonelle Schwankungen die Kommunikation im Gehirn.
Besonders betroffen sind Bereiche, die für unseren Alltag unglaublich wichtig sind.
Der präfrontale Cortex. Er steuert Planung, Konzentration und Impulskontrolle.
Der Hippocampus. Er spielt eine zentrale Rolle für Gedächtnis und Lernen.
Und das limbische System. Dort werden unsere Emotionen verarbeitet.
Wenn Östrogen schwankt oder sinkt, verändert sich die Aktivität in diesen Netzwerken.
Viele Frauen erleben dann plötzlich Dinge, die sie sich zunächst nicht erklären können.
- der Kopf fühlt sich manchmal wie in Watte an
- die Konzentration bricht schneller ab
- Emotionen reagieren intensiver
Plötzlich fühlt sich selbst ein ganz normaler Tag anstrengender an als früher.
Das ist kein persönliches Versagen. Dein Körper organisiert sich gerade neu.
Warum Mutter und Teenager sich manchmal gegenseitig triggern
Stell dir diese Situation noch einmal vor.
Eine Tochter in der Pubertät. Eine Mutter in den Wechseljahren.
Beide leben im selben Haus. Beide befinden sich in einer hormonellen Umbruchphase.
- beide reagieren sensibler auf Stress
- beide fühlen Emotionen intensiver
- beide suchen gerade nach Orientierung
Dann entsteht Reibung schneller. Nicht, weil ihr euch nicht liebt. Sondern weil zwei empfindliche Systeme gleichzeitig versuchen, sich neu zu sortieren.
Eine Tochter sagt: „Du verstehst mich nicht.“
Eine Mutter denkt: Warum reagiert sie so über?
Und doch passiert im Inneren von beiden etwas erstaunlich Ähnliches. Wenn man das einmal erkennt, verändert sich etwas.
Dann entsteht plötzlich Mitgefühl.
Vielleicht hast du beim Lesen gerade deine Tochter vor Augen. Die Diskussionen in der Küche oder das Augenrollen oder dieses Gefühl, dass ihr euch manchmal gegenseitig auf die Palme bringt. Einige Mütter erkennen sich in dieser Mutter-Tochter Konstellation sicherlich wieder.
Falls du einen Sohn im Teenageralter hast, kennst du solche Momente vermutlich auch. Auch Jungen erleben in der Pubertät starke hormonelle Veränderungen. Sie reagieren manchmal impulsiver, ziehen sich zurück oder wirken plötzlich sehr empfindlich.
Der Unterschied ist nur. Bei Mädchen ähneln sich die hormonellen Prozesse der Pubertät und der Wechseljahre stärker.
Wenn nun Mutter und Tochter die Erkenntnis bewusst wird, dass auf beiden Seiten etwas Ähnliches passiert, ist die Basis für Verständnis gelegt.
Wenn der innere Kompass plötzlich unsicher wird
Viele Frauen beschreiben die Wechseljahre mit einem Gefühl.
Als würde der innere Kompass nicht mehr so zuverlässig funktionieren wie früher.
Dinge, die lange selbstverständlich waren, kosten plötzlich Kraft.
- Du triffst Entscheidungen langsamer
- Du bist schneller emotional
- Du fühlst dich manchmal unsicherer als früher
Auch Teenager erleben etwas sehr Ähnliches. Plötzlich ist die vertraute Orientierung weg. Deshalb suchen Jugendliche nach äußeren Haltpunkten.
- Freundschaften
- Vorbilder
- Musik
- neue Rituale
Sie versuchen, sich selbst neu zu sortieren.
Frauen in der Lebensmitte stehen vor einer sehr ähnlichen Aufgabe. Nur sprechen wir darüber viel seltener.
Orientierung über natürliche Rhythmen
Ein Zugang, der vielen Frauen in dieser Zeit sehr hilft, ist der Blick auf natürliche Rhythmen. Unser Körper reagiert stark auf äußere Zyklen. Zum Beispiel auf:
- Jahreszeiten
- Mondphasen
- Tagesrhythmen
- Phasen von Aktivität und Ruhe
Viele Frauen beginnen in den Wechseljahren wieder genauer hinzuschauen.
- wann habe ich viel Energie
- wann brauche ich Rückzug
- wann fühle ich mich klar und kraftvoll
Und daraus entsteht ein anderer Blick auf den eigenen Zustand. Nicht mehr die Frage: Was stimmt mit mir nicht? Sondern: Was braucht mein Körper gerade? Allein diese Perspektive kann unglaublich entlastend sein.
Genau hierfür gibt es meinen/unseren Online-Selbstlernkurs
Aus all diesen Erfahrungen heraus ist ein Selbstlernkurs entstanden. „Wenn dein Inneres wackelt – Deine Reise zur weiblichen Selbstfürsorge“ Darin geht es nicht nur um Symptome der Wechseljahre. Es geht darum, diese Lebensphase wirklich zu verstehen.
- es geht darum, zu erkennen, dass vieles Sinn ergibt
- es geht darum, den Moment zu spüren: Mit mir ist nichts falsch
- es geht darum zu verstehen: Mein Körper verändert sich gerade
Allein dieses Verstehen nimmt unglaublich viel Druck.
Im Kurs schauen wir unter anderem auf:
- hormonelle Veränderungen im Gehirn
- mentale und emotionale Veränderungen in der Perimenopause
- Zusammenhänge zwischen Stress, Schlaf und Hormonen
- die Parallelen zwischen Pubertät und Wechseljahren
- natürliche Rhythmen wie Jahreszeiten und Mondphasen als Orientierung
- Wege, wie du wieder mehr Stabilität und Selbstfürsorge in deinen Alltag bringst
- wie bioidentische Hormone einzuordnen sind
Ein Feedback einer Teilnehmerin, welches mich besonders berührt (Auszug): „…ich kann Dir bzw. euch erstmal nur DANKE sagen. Mir hilft das gerade ungemein! Und ich weiß schon jetzt, dass – wenn es soweit ist – Selma von mir vorbereitet wird“.
Vielleicht liest deine Tochter diesen Artikel auch einmal
Manche Frauen sagen nach solchen Gesprächen: „Eigentlich müsste meine Tochter das auch lesen“.
Und ja … das sollten sie. Denn wenn wir verstehen, dass Pubertät und Wechseljahre sich in vielem ähneln, entsteht plötzlich eine neue Perspektive. Dann sitzen vielleicht irgendwann Mutter und Tochter gemeinsam am Küchentisch. Beide in der jeweiligen Pubertät und vielleicht schaut ihr euch an und denkt: Jetzt verstehe ich dich ein kleines bisschen besser.
Wenn du tiefer eintauchen möchtest
Im Online-Selbstlernkurs: Wenn dein Inneres wackelt. Deine Reise zur weiblichen Selbstfürsorge.
Gehen wir auf diese Zusammenhänge noch genauer ein.
Du bekommst Wissen über hormonelle Veränderungen in der Lebensmitte, Impulse für deinen Alltag und neue Perspektiven auf diese besondere Phase.
Und vielleicht unterstützt auch dich der Kurs, dich selbst wieder ein Stück besser zu verstehen. Denn dies ist häufig die Basis für:
- mehr Ruhe im Inneren und Äußeren
- mehr Verständnis für den eigenen Körper
- mehr Freundlichkeit dir selbst gegenüber.
Neugierig geworden? Der Weg zum Onlinekurs geht hier entlang:
